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Welcher Edelstahl wird für die Herstellung des MF-NG verwendet?
Für die Herstellung des MF-NG wird hochlegierter, nicht rostender CrNi Edelstahl, mit der Werkstoffnummer 1.4301 -
X5CrNi18-10 verwendet. Die Legierung enthält 17 bis 19,5 % Chrom und 8 bis 10,5 % Nickel. Obwohl fachlich inkorrekt,
wird dieser Typ von Stahl umgangsprachlich auch als V2A-Stahl bezeichnet.
Aus Wikipedia:
"Der häufigste Legierungstyp eines nichtrostenden Stahls, der uns im Alltag begegnet, ist die Legierung X5CrNi18-10
(Werkstoffnummer 1.4301, Aufschrift 18/10, auch bekannt als V2A). 33% der Produktion von nichtrostenden Stählen
entfallen auf diesen Legierungstyp, weitere 20% auf den ähnlichen Stahl 1.4307 (X2CrNi18-9). Bei 1.4301 handelt es sich
um einen relativ weichen, nickelhaltigen, nicht ferromagnetischen Austenit-Stahl für beispielsweise Töpfe, Essbesteck
(ausgenommen Messerklinge), Spülbecken, Auspuffanlagen für Verbrennungsmotoren und Ähnliches. Die Bezeichnung
18/10 bezieht sich auf den Anteil an Chrom/Nickel. Der Werkstoff ist nicht beständig in Gegenwart chlorhaltiger Medien wie
beispielsweise Salzwasser oder der chlorhaltigen Atmosphäre in Hallenbädern. Die Legierung ist extrem zäh und neigt bei
Kaltverformung zu extremer Aushärtung, wodurch sie schlecht mechanisch (Bohren, Stanzen, Zerspanen, ...) bearbeitbar
ist."
Weshalb verziehen sich die Seitenwände des Kochers gelegentlich und was kann man dagegen tun?
Praktisch alle Materialien unterliegen einer bestimmten Wärmeausdehnung (Ausdehnungskoeffizient). Das heisst, dass sich
diese Materialien bei Erwärmung ausdehnen und beim Abkühlen schrumpfen. Da der CrNi-Stahl des MF im Betrieb und
beim Auskühlen niemals überall die gleiche Temperatur aufweist, unterliegen unterschiedliche Bereiche des Kochers
deshalb unterschiedlichen Ausdehnungs- und Schrumpfungsprozessen. Dies ist die Ursache der Verformungen. Die
Verformungen betreffen hauptsächlich den unteren Bereich des MF-NG und die Bodenplatte, da diese Bereiche
Temperaturunterschieden von z.T. über 1000 Grad C ausgesetzt sind.
Eventuell auftretende Verformungen können einfach von Hand wieder gerichtet werden. Je nach Stärke der Verformung darf
dazu schon etwas Kraft aufgewendet werden. Der MF-NG ist nicht zerbrechlich, haben sie keine Befürchtung, dass der
Kocher irgendwelchen Schaden erleiden könnte. Und falls doch? Da das gelegentliche Richten der Seitenwände ein
normaler Vorgang im Sinne der Pflege des MF darstellt, würden dabei entstandene Schäden durch die lebenslange
Garantie abgedeckt. Allerdings, das ist doch sicherlich beruhigend, ist ein solcher Fall in den 14 Jahren in denen der MF auf
dem Markt ist, noch niemals vorgekommen.
Darf man den MF-NG in Gebieten verwenden wo das Betreiben eines offenen Feuers verboten ist?
Diese Frage kann leider nicht abschliessend und verbindlich beantwortet werden. Die beste Lösung ist sicherlich, sich bei
den zuständigen Behörden zu melden und gegebenenfalls den Kocher zu zeigen und dessen Funktionsweise zu erklären.
Dies lohnt natürlich nur, wenn man plant, sich länger in dem betroffenen Gebiet oder Land aufzuhalten. Viele Kunden haben
mir berichtet, dass die Aufsichtsorgane dem MF-NG häufig wohl gesinnt sind und seinen Betrieb genehmigt haben. Wenn
man die Betriebsbedingungen sorgfältig ausführt, geht vom MF-NG kein unmittelbar grösseres Risiko für ein ungewolltes
Feuer aus, als z.B. mit einem mit Benzin oder Gas betriebenen Kocher. Wenn man den MF-NG allerdings einfach auf den
trockenen Waldboden stellt, ist Ärger sicherlich vorprogrammiert, und dies zu Recht.
Hier einige Tipps, wie man den Kocher in feuergefährdeten Gebieten sicher betreiben kann:
1. Man stellt den MF-NG in einen Topfdeckel oder eine passende, flache Pfanne der/die gerade nicht verwendet wird. So
hat man eine kleine Feuerschale, die eventuell aus den unteren Belüftungsöffnungen austretende Glut sicher auffängt. Es
entstehen so keinerlei Spuren am Kochplatz.
2. Man entfernt eine genügend grosse und dicke Grasnarbe, so dass der Kocher auf dem unbrennbaren Untergrund zu
stehen kommt. Anschliessend setzt man die Grasnarbe wieder ein. Es entstehen so keinerlei Spuren am Kochplatz.
3. Wenn geeignete Steine vorhanden sind, kann man mit diesen ein genügend grosses Steinbett herrichten, auf den der
Kocher zu stehen kommt. Es entstehen so keinerlei Spuren am Kochplatz.
4. Aus mehrlagig vorbereiteter Aluminiumfolie, oder dicker Alufolie, wie sie z.B. in Backöfen als Einlage verwendet wird, eine
Feuerschale formen in welche der Kocher gestellt werden kann. Es entstehen so keinerlei Spuren am Kochplatz.
Generell, wenn möglich, den Kocher immer auf unbrennbarem Untergrund aufstellen. Es ist erfreulich, wenn man einen
Kochplatz verlassen kann, ohne dass die geringsten Spuren der “Tat” sichtbar sind.
Aus welchem Material besteht der, im Vergleich mit dem Original MF-NG, minderwertige Russen-Hobo (Fake-Künzi)
der u.A. von einer deutschen Firma vertrieben wird?
Der Russen-Hobo besteht mit grösster Wahrscheinlichkeit aus dem billigeren Werkstoff 1.4016 (X6Cr17). Dies ist ein
17%iger Chromstahl ohne Nickel-Anteil mit ferritischem Gefüge und ist daher einer der wenigen Edelstähle der
magnetisierbar ist. Seine Korrosionsbeständigkeit ist geringer als die der Chrom-Nickel-Stähle.
Einfacher Test: Ein Magnet haftet am Original Künzi-Kocher nicht, am Russen-Hobo sehr wohl.
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